Ich bin der Menschheit nicht mehr gram
seit ihr der eine Mensch gelang,
der tief in meine Seele drang,
der all mein Eignes an sich nahm.
Wie sich sein Blick ins Herz mir schrieb!
Mein Schicksal glitt in seine Hand.
Er nahm den Groll von mir. Es schwand
mein Selbst, und nur die Sehnsucht blieb.
Die Sehnsucht blieb und bleibt und schwillt,
und in ihr treibt die heiße Scham,
die meiner einstigen Seele gilt. -
Ich bin der Menschheit nicht mehr gram. (S. 117)
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der tief in meine Seele drang,
der all mein Eignes an sich nahm.
Wie sich sein Blick ins Herz mir schrieb!
Mein Schicksal glitt in seine Hand.
Er nahm den Groll von mir. Es schwand
mein Selbst, und nur die Sehnsucht blieb.
Die Sehnsucht blieb und bleibt und schwillt,
und in ihr treibt die heiße Scham,
die meiner einstigen Seele gilt. -
Ich bin der Menschheit nicht mehr gram. (S. 117)
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