Edmund Dorer
Edmund Dorer (* 15. Juni 1831 in Baden, Kanton Aargau; † 5. Mai 1890 in Dresden) war ein Schweizer Dichter, Übersetzer und Hispanist
Poems (22)
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Der Epheu
Wie eine Rose, taugeschmückt, die Strahlen / Des neuen Morgens grüßt, erwachtest du, … -
Der Liebe Ruhm
Der Held gehorcht, er will im Kampf gesunden, / Ihr Lächeln ist der Balsam seiner Wunden, … -
Der Sieg der Liebe
Mit Waffe nicht, die an die Waffe klingt, / Will Liebe je, um was sie kämpft, entscheiden; … -
Der Toreador
Junge Pappeln kann ich biegen, / Daß ihr Stamm in Splitter bricht, … -
Der Wasserträger
Wasser bring' ich vom Gebirge, / Von des Berges reinstem Quell, … -
Dezember
Es herrscht Dezember wolkenfeucht und rauh; / In Nebelschleiern, die sich rings ergossen, … -
Die Sprache des Schweigens
So süß, wie oft aus dicht verschlung'nen Zweigen / Der Sterne Huld die gold'nen Strahlen streute, … -
Dunkel und Licht
Düstre Wolken, Wetterleuchten / In der schwülen Sommernacht; … -
Gleich der Rose
Gleich der Rose auf den Auen, / Bist du Liebste anzuschauen! … -
Gleiches
Der Falter in die Glut; / Ob ihn die Flammen auch umfangen, … -
Hoffnungsloser Schmerz
Führt mein Feind dich zum Altare; / Aber dann in stiller Kammer … -
Klage des Verliebten
Kopf, mein Kopf, wie warst du einstens / Wohlgeordnet, ruhig, friedlich! … -
Metamorphose
Der Sterne Reich, die irdischen Gefilde / Beherrschte einst der Märchengeist; als Blüthe, … -
Nachtgesang
Hab' dein gedacht / Die lange Nacht. … -
Nähe und Ferne
Mit deiner Anmuth, deiner holden Nähe, / Scheint's mir, als ob ein leichter Hauch verwehe … -
Offenes Geheimniß
Das Herz ist stumm dem spähenden Gehöre, / Noch zweifelnd, ob es jemals kann genesen; … -
Pilgerfahrt
Was kann die Erde mir noch weiter geben, / Seit in der Liebe sich mein Geist gefunden? … -
Schneeflocken
Sie klagte gehüllt in Schnee; / Doch wie du gingst vorüber, … -
Täuschung
Siehst du nicht am Seesstrande / In dem Zauberschloß die Fee? … -
Unverbesserlich
Und von neuem glüht dein Herz? / "Eher liebend untergehen, … -
Wahres Eigen
Doch liegt in ihr des Reichthums Schatz verborgen; / So taucht aus bleicher Luft der gold'ne Morgen … -
Worte und Thräne
Doch den Reden traut' ich nicht: / Täuschend sind gar oft die Worte, …