Carl Sternheim
Ernst Ludwig Kirchner: Porträt Carl Sternheim, 1918
Seite aus einem Dramen-Manuskript Sternheims (1914–1916)
Carl Sternheim (* 1. April 1878 in Leipzig; † 3. November 1942 in Brüssel) war ein deutscher Dramatiker und Autor von Erzählungen und Gedichten. In seinen Werken griff er besonders die Moralvorstellungen des Bürgertums der Wilhelminischen Zeit an.
Poems (54)
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Abends dann, wenn milde Sommerluft
Abends dann, wenn milde Sommerluft / All die Welt in laue Mattheit wiegt, … -
Abends unter meinem Baume
Abends unter meinem Baume / Fand ich heute Wunderbares, … -
Als du in meinen Liedern siegtest
Als du in meinen Liedern siegtest / Und jedes andere Bild verschwand, … -
Als mir ein wundersames blasses Kind
Als mir ein wundersames blasses Kind / Die alte matte Freudenschale gab … -
Aufforderung zum Tanz
Wirf die langen Kleider nieder, / Laß den weißen Leib erglänzen, … -
Aus deinem Gürtel quoll ein blühend Büschel
Aus deinem Gürtel quoll ein blühend Büschel / Von buntem Julisegen, deine Brüste … -
Aus dem hellen Glanz der Winternacht
Aus dem hellen Glanz der Winternacht, / Den Edelsteinen an allen Bäumen, … -
Bitte, bitte, lieber Gott
Bitte, bitte, lieber Gott, / Laß es keine Seele wissen, … -
Bitteres Erfahren
Die Tannen rauschen. Irgendwann / Klagt eine Nachtigall, und dann … -
Blumen an ihrer Brust
Die Mandelblüten auf dem schmalen Bande, / Sie blühen weiter, suchen ihre Kräfte … -
Carriere
War einmal ein kleines Mädchen, / Hatte einen roten Rock, … -
Da im Schatten seltner Bäume
Da im Schatten seltner Bäume / Männer still das Bett bereiten … -
Das alles seh ich nie mit allen andern
Das alles seh ich nie mit allen andern / Auf abendlichen Seelenwandergängen, … -
Dein demütiger Blick und deine schlichte Einfalt
Dein demütiger Blick und deine schlichte Einfalt / Gaben mir das Bild meiner Jugend wieder. … -
Der Mann, der liebt, muß zum Verbrecher werden;
Der Mann, der liebt, muß zum Verbrecher werden; / Er wird zum Dieb an der, die er begehrt; … -
Die große Beute eines reichen Tages
Die große Beute eines reichen Tages / Lag hinter uns, in unsern Abendlohn … -
Die liebe Zeit und ihre Kinderträume
Die liebe Zeit und ihre Kinderträume / Dicht vor der Thür die goldnen Lindenbäume … -
Diese jungen Mädchen tanzen
Diese jungen Mädchen tanzen / Mit Begeist'rung in den Blicken, … -
Doch wenn du glaubst, du nahmst mir alles
Doch wenn du glaubst, du nahmst mir alles, / Als du mir deine Liebe nahmst, dann, Weib, … -
Du armes Herz, das sehnt und träumt
Du armes Herz, das sehnt und träumt / von einer Seele, der es sich erschließt, … -
Du hast dein junges Leben
Du hast dein junges Leben / In meine Hand gegeben … -
Ehenächte
Ich träume so: Ehenächte, / Du und ich, und einer dächte … -
Einst haben wir gesessen
Einst haben wir gesessen / Am Wasser beim Mondenschein, … -
Es träumt der Knabe selig und schwer:
Es träumt der Knabe selig und schwer: / Drüben, die sich bückt beim Mähen, … -
Es war im Sommer
Es war im Sommer, / Und ein helles Kleid … -
Fallende Blätter
Im herbstlichen Walde / Zitternde Blätter, … -
Fanale
1. / Um unsre Plätze ist ein heilig Schweigen, … -
Gestern spielte irgendwo
Gestern spielte irgendwo / Eine gottbegabte Hand … -
Gnadenreiche
Willst du der Richter meines Lebens sein? / Der Abend hüllte dich in süßes Glüh'n, … -
Ich hüllte innig dich und mild und tief
Ich hüllte innig dich und mild und tief / - Und du verdientest, daß ich kniete - … -
Ich weiß vom wechselnden Erblassen
Ich weiß vom wechselnden Erblassen / Erröten deines weichen Leibes, … -
Ihr lieben gründer unseres guten glücks
Ihr lieben gründer unseres guten glücks, / ihr eichenwege, bergeshöhen, teiche, … -
In einer tiefernsten Nacht
In einer tiefernsten Nacht, / Kein Schlaf wollte kommen, … -
Junge Frauen im Sonnenglanz
Junge Frauen im Sonnenglanz / träumen vom Wunder. Sie liegen im Grase … -
Kann dich nimmer wiederfinden;
Kann dich nimmer wiederfinden; / Wo bist du liebes Bildchen hin? … -
Mir bebte noch ein lichtes, leises Dämmern
Mir bebte noch ein lichtes, leises Dämmern, / Von deiner Schönheit und von deinem Kuß … -
Nacht am Krankenbett
Ich leg dir Sterne in dein Mädchenbett, / Sie werden sich an deine Reinheit schmiegen … -
Nun ist schon manches liebe Jahr
Nun ist schon manches liebe Jahr, / Da jedes von uns einsam war, … -
Sieh, dort fällt ein Vogel ein
Sieh, dort fällt ein Vogel ein / in das hohe grüne Gras, … -
So ein kleiner Mädchenbusen
So ein kleiner Mädchenbusen / Ist ein lyrisches Gedicht, … -
Sommergang
Eine lose Sommerrose / Hab ich mit mir heimgebracht, … -
Und plötzlich halten jetzt die strengsten Pflichten
Und plötzlich halten jetzt die strengsten Pflichten / Mein übervolles Selbst in hartem Bann, … -
Und wär' ich krank, daß Hoffnung
Und wär' ich krank, daß Hoffnung / Zu leben nicht mehr wär', … -
Unterm Weichselbaum. Und deine weißen
Unterm Weichselbaum. Und deine weißen / Hände greifen tief ins Licht. … -
Vorfrühlingsfieber wühlen in den Gliedern
Vorfrühlingsfieber wühlen in den Gliedern, / Zerglügen sie in Mittagen und Nächten … -
Waldfeuerfest
An Schlanken Stämmen langes Epheuranken, / Das weiß ich noch, und flüsterndes Geschwirre, … -
Was einzig war in diesem Wunderjahre:
Was einzig war in diesem Wunderjahre: / Die großen Augen und die süßen Fieber … -
Weißt du, was das heißen soll?
Weißt du, was das heißen soll? / Als ich heute wiederkam, … -
Wie deine Macht doch unter alten Bäumen
Wie deine Macht doch unter alten Bäumen / So anders ist als in den kleinen Räumen … -
Willkommen
In deiner Brust die Wunden trüber Stunden, / Auf deiner Stirn das Mal von schlimmen Qualen, … -
Wir haben nun in dreimal sieben Tagen
Wir haben nun in dreimal sieben Tagen / Auf stiller Insel unser Glück empfunden … -
Wir standen am Saume des Waldes am Bahndamm.
Wir standen am Saume des Waldes am Bahndamm. / Die Barriere hemmte uns. Du hattest eine Hand … -
Wir waren ganz alleine
Wir waren ganz alleine / Mit unsrer Seligkeit, … -
Wunderblume
So schön, so schön! Wem soll ich dich vergleichen, / Da du dich selbst ja immer übertriffst? …