War es ein Traum, war's Wahrheit, diese Zeit?

by Felix Grafe (1888–1942) · 1961 German

Doch wie mir alles dies das Herz verbrannte
bog ich mich aufwärts in die Ewigkeit,
bis ich den Sinn der Liebe ganz erkannte.
Du warst die Liebe - ich war nur dein Kleid,
du träumtest mich, wie einen Traum, den Dante
durch Höllen wandelnd schrieb für Beatrice.
Du gingst den Weg von Hölderlin zu Nietzsche.

Doch diesen Weg geht jeder einst zurück,
des Kindes goldner Blick hält dich bezwungen.
vom Herzen fällt der Haß dir Stück um Stück
und aus den Knaben tönt's mit Engelszungen:
Nur im Gewesenen gründet sich das Glück,
in deinem Kinde hältst du mich umschlungen.
Triff, Blitz, dies Sinnbild der verschneiten Tanne -
sie neigt den Kindern, neigt sich mir - Marianne. (S. 174)
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