Ernst Blass
1890–1939
Ernst Blass (* 17. Oktober 1890 in Berlin; † 23. Januar 1939 in Berlin; Pseudonyme: Daniel Stabler und Erich Sternow) war ein bedeutender frühexpressionistischer Dichter, Kritiker und Schriftsteller.
Best-known poems
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Seit ich zuviel an dich denke
Seit ich zuviel an dich denke,
Bin ich nicht mehr frei und munter.
Such ich, wie ich es versenke, …
All poems (35)
1910s 35
- AbendstimmungStumm wurden längst die Polizeifanfaren,
- Alle Wellen sind verrauscht -Wie der Atem stockt!
- An GladysO du, mein holder Abendstern ...
- AprilgedichtWie auf Gemälden, weiß und ohne Leben
- Bin dir tiefZugetan!
- Das LeidWie mich, was fern ist, tausendfach betrügt!
- Dein Aug' ist wie der Mond auf meinen WellenGeliebt ein Herrscher über Ebb' und Flut.
- Den Fluch und Segen, beides hält umschlossenDein fliessendes und offenes Element.
- Der helle Tag war eine schlimme NachtDas wache Leben nur ein dumpfer Schlaf,
- Der UnglücklicheEr sieht befremdet in die Angesichter,
- Der wilde Honig deiner beiden LippenScheint deutlich mir in meine ferne Fahrt.
- Die TrennungAls wir uns trennten, fingst du an zu weinen.
- Du schläfst, Geliebte - o dass ich bewachteDein teures Leben unablässig nah!
- Ein Sommerabend war noch auf der StirnDoch in die Augen stieg bereits die Nacht.
- EntfremdungKönnte ich soweit genesen,
- Es wird nun bald - ja, Liebe? - ruhig seinUnd linde strömt der Abend in uns ein.
- FreundschaftAch, wie ist es schön zu gehen
- Gen HausDie Straße tut mir wohl; die ist schön breit.
- Hoher TraumEs sind in mir noch die blauen Augen
- Ich sehe immer deine AugenbogenUnd deine Augen, blau bis auf den Grund.
- KarnevalstraumIch fühle zwischen meinen offnen Armen
- Könnt' ich dir mit Worten sagenWas mich tausendfach umfängt,
- Mein Herz1
- Offen kündend und doch schweigendDeine Augen sind wie Flammen.
- Seit ich zuviel an dich denkeBin ich nicht mehr frei und munter.
- Seltene Stille früher StundenHalber Schlummer im Gemüt,
- Tief mein Auge sich verschliesseDa das Innere ihrer denkt!
- Um deine Stirne blühnFlammen noch immer,
- Verlassen, müde1
- VerlustDer Tag ist draußen weiß. Ich hör ihn rauschen.
- Vor ein paar Monaten ...Ich will in mein Zimmer gehn und mich
- Was ich dir sangBald ist's erfüllt,
- Was ich war und was ich fandLegt' ich ganz in deine Hand.
- Was waren deine Wangen? Kleine ZinnenWo Erdbeer ruht, und sich ein Schwan bewegt,
- Wenn Tags auch über uns die Jahre brennenEin Abend kommt, uns beiden zu verzeihn ..