Ernst Blass
Ernst Blass (* 17. Oktober 1890 in Berlin; † 23. Januar 1939 in Berlin; Pseudonyme: Daniel Stabler und Erich Sternow) war ein bedeutender frühexpressionistischer Dichter, Kritiker und Schriftsteller.
Poems (33)
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Abendstimmung
Stumm wurden längst die Polizeifanfaren, / Die hier am Tage den Verkehr geregelt. … -
Alle Wellen sind verrauscht -
Alle Wellen sind verrauscht - / Wie der Atem stockt! … -
An Gladys
O du, mein holder Abendstern ... / Richard Wagner … -
Aprilgedicht
Wie auf Gemälden, weiß und ohne Leben / So stehn die Wolken vor mir in dem Blau! … -
Bin dir tief
Bin dir tief / Zugetan! … -
Das Leid
Wie mich, was fern ist, tausendfach betrügt! / Ich recke mich nach deiner Gegenwart, … -
Dein Aug' ist wie der Mond auf meinen Wellen
Dein Aug' ist wie der Mond auf meinen Wellen, / Geliebt ein Herrscher über Ebb' und Flut. … -
Den Fluch und Segen, beides hält umschlossen
Den Fluch und Segen, beides hält umschlossen / Dein fliessendes und offenes Element. … -
Der helle Tag war eine schlimme Nacht
Der helle Tag war eine schlimme Nacht, / Das wache Leben nur ein dumpfer Schlaf, … -
Der Unglückliche
Er sieht befremdet in die Angesichter, / Die gleichmutvoll tötliche Worte tropfen. … -
Der wilde Honig deiner beiden Lippen
Der wilde Honig deiner beiden Lippen / Scheint deutlich mir in meine ferne Fahrt. … -
Die Trennung
Als wir uns trennten, fingst du an zu weinen. / Du süßes Mädchen! Tränen und Geleit ... … -
Du schläfst, Geliebte - o dass ich bewachte
Du schläfst, Geliebte - o dass ich bewachte / Dein teures Leben unablässig nah! … -
Ein Sommerabend war noch auf der Stirn
Ein Sommerabend war noch auf der Stirn, / Doch in die Augen stieg bereits die Nacht. … -
Entfremdung
Könnte ich soweit genesen, / Daß wir nie uns wieder kränken! … -
Es wird nun bald - ja, Liebe? - ruhig sein
Es wird nun bald - ja, Liebe? - ruhig sein, / Und linde strömt der Abend in uns ein. … -
Gen Haus
Die Straße tut mir wohl; die ist schön breit. / Wie ist das lieb von diesem rosa Licht! … -
Hoher Traum
Es sind in mir noch die blauen Augen / Und lassen mich nicht ruhn, was ich auch treibe. … -
Ich sehe immer deine Augenbogen
Ich sehe immer deine Augenbogen / Und deine Augen, blau bis auf den Grund. … -
Karnevalstraum
Ich fühle zwischen meinen offnen Armen / Die goldne Luft des Saals und süßen Lichts. … -
Könnt' ich dir mit Worten sagen
Könnt' ich dir mit Worten sagen, / Was mich tausendfach umfängt, … -
Offen kündend und doch schweigend
Offen kündend und doch schweigend, / Deine Augen sind wie Flammen. … -
Seit ich zuviel an dich denke
Seit ich zuviel an dich denke, / Bin ich nicht mehr frei und munter. … -
Seltene Stille früher Stunden
Seltene Stille früher Stunden, / Halber Schlummer im Gemüt, … -
Tief mein Auge sich verschliesse
Tief mein Auge sich verschliesse, / Da das Innere ihrer denkt! … -
Um deine Stirne blühn
Um deine Stirne blühn / Flammen noch immer, … -
Verlassen, müde
1 / Ich gehe müd von vorne bis nach hinten … -
Verlust
Der Tag ist draußen weiß. Ich hör ihn rauschen. / Ich bin im Zimmer wieder ganz allein. … -
Vor ein paar Monaten ...
Ich will in mein Zimmer gehn und mich / darauf besinnen, … -
Was ich dir sang
Was ich dir sang, / Bald ist's erfüllt, … -
Was ich war und was ich fand
Was ich war und was ich fand, / Legt' ich ganz in deine Hand. … -
Was waren deine Wangen? Kleine Zinnen
Was waren deine Wangen? Kleine Zinnen, / Wo Erdbeer ruht, und sich ein Schwan bewegt, … -
Wenn Tags auch über uns die Jahre brennen
Wenn Tags auch über uns die Jahre brennen, / Ein Abend kommt, uns beiden zu verzeihn .. …