"Zurück von des Saales Schwelle!
Wer ließ den Knaben herein?
Was willst du, bleicher Geselle,
Im Schwerte beim Hochzeitsreihn?
Wie hast du trotz'ge Gebärde,
Wie blickst du finster und grimm,
Wie funkeln gleich deinem Schwerte
Die wilden Augen dir schlimm?
Wer bist du...
-
-
Sag', was du willst, versuch' an mir,
Was Liebe tragen kann,
Thu' deinen bösen Willen dir,
Doch sieh mich wieder an!
Mir ist, wenn sich dein treuer Blick
Nicht mehr zu mir gesellt,
Es sei gestorben Freud' und Glück
Und dunkel sei die Welt.
Und wie ein Kindlein bei... -
Ich habe mich, müde vom Sorgen und Wandern,
Zum Frühling auf's blühende Lager gestreckt,
Und unter das Haupt einen Traum mir genommen,
Und mit dem Himmel mich zugedeckt.
Es klettern die Verse mit tanzenden Füßen
Wie spielende Elfen an mir empor,
Und läutende Glöcklein der zieh'nden Gedanken
... -
Ich saß schon oftmals in der Stille nieder
Nachsinnend einem räthselhaften Lied,
Das leis' und heimlich, flüsternd immer wieder
In Lust und Weh durch meine Seele zieht.
Doch wie ich sann und träumte lange Stunden
Und wog das Wort im Geiste hin und her,
Ich konnt' den Sinn des Liedes nie erkunden
Und Ton... -
Oben auf der Felsenzinne
Schimmernd steht das Ritterschloß,
Bub' und Knapp' im Burghof reiten
Wild und jubelnd hoch zu Roß.
Unten düster in der Tiefe
Liegt das Kloster, einsam stehn
Stille Mönchlein an den Fenstern
Und im Garten stumm sie gehn.
Mit dem Pfeil wohl mag man reichen... -
Der Mond steht am Himmel, von Sternlein blüht
Die Nacht über Feldern und Matten,
Ein einsamer Reiter die Straße zieht
Selbander mit seinem Schatten.
Muß wohl ein vieltreues Gedenken sein,
Was ihm den Sinn hat gefangen,
Daß aus den Händen müßig zum Rain
Die Zügel ihm niederhangen;... -
Er weiß es, daß er morgen kommen will,
Sie weiß es auch, und beide schweigen still;
O Liebe, die kein Name ganz benennt,
Nur diese Nacht noch ist es, die euch trennt.
Nur diese Nacht, und morgen, morgen schon!
Sie thun, als wüßten beide Nichts davon;
O höchster Liebe Zeit, eh sie gesteht,
... -
Der Morgen öffnet
Sein Purpurthor,
In den Morgen tret' ich
Mit dir hervor.
Am Pfade, schwellend
Von Thau und Licht,
Lockt junger Frühling,
Und lockt mich nicht,
Weil mir dein Odem
Lebendig weht,
Du andrer Frühling,
Der mit mir geht... -
Ich weiß es doch und glaub' es kaum,
So wunderbar ist mir,
Ich geh' am Tag als wie im Traum
Ob all der Lust an dir.
Und doch im tiefsten Traum ist mir
So hell und sonnenklar,
Daß nur ob all der Lust an dir
Die Welt so wunderbar.
Und wenn die Welt als wie im Traum... -
Wie du süße Augen machtest,
Als du sprachst: "Ich küsse nicht,
Küsse niemals!" und du lachtest
Mit dem ganzen Angesicht.
Und ich fragte hingegeben:
Wenn ich's nur auch sicher wüßt';
"Niemals!" sprach dein Widerstreben; -
Und wir haben doch geküßt.
"Ach wie schäm' ich...