Es giebt so stille Stunden, wo das Leid,
Gleichwie das Glück in uns zu schlafen scheinen.
Wir sind vielleicht zu müde, um zu weinen,
Zu müde auch vielleicht zu Seligkeit.
Gleichwie im Schlaf zu hoher Mittagszeit
Die...
Alberta von Puttkamer
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Du weißt, daß du die Sonne bist,
Die meine Seele bringt zum Blühen;
Doch birgst du hinter Lenzgewölk,
In Trotz und Spiel, dein Strahlenglühen.
Nun steht mein armes Herz weitab,
Verschmachtend in dem Wolkenschatten,... -
Die Blume, die ich dir im Garten brach,
Sie hat im wilden Sturm der Nacht gestanden,
Und ward zur Morgenzeit in Thränen wach,
Die erst im heißen Mittaglichte schwanden.
Sie zittert nur - noch ist ihr Duft nicht todt -
So... -
Im Mondesdufte schwimmt rings das Thal -
Die Wasser rauschen und rinnen;
Die Bergesfirnen leuchten so fahl -
Wir wandern schweigend von hinnen.
Da hinter uns liegt ein helles Haus,
Drin feiern sie Hochzeit mit Singen -... -
Sie kamen von Nord und Süden
Und hatten sich nie gekannt -
Doch bald umfing die Beiden
Ein süßes, enges Band.
Sie haben sich nicht in Worten
Ihr junges Leiden geklagt;
In Liedern nur und in Tönen
Da... -
Es ruft mich aus der Herbstesnacht ein Ton,
Die Sterne flammen, Gärten leuchten weit —
Mein Schlaf ging fort, — und auf den Kissen breit
Zerrissen liegt der Kranz von dunklem Mohn... -
Im Garten leuchten Junitriebe —
Es steht wie Flammen in den Beeten:
"Brennende Liebe."
Aus mitternächtgen Dämmerungen
Die Blumen reden wie mit ernsten... -
Weißt du, was in wachen Winternächten
Mir wie Tod durch mein Gehirn geschlichen,
Daß, berührt von ungekannten Mächten,
Alles Blüh'n zu Schatten hingeblichen?
Weißt du, was die leidensheiße Quelle
Meiner Thränen selbst zu... -
I.
Hinab zum Meer, wo Wälder von Oliven
Wehmütig schatteten, sind wir gegangen —
Ich weiß es noch: du hieltest mich umfangen.
Und viel Narzissen blühten in den Tiefen... -
Sieh, das fahle Grau am Horizonte
Wird sich bald mit starken Wäldern krönen,
Und der Hügel dort, der stillbesonnte,
Ist schon hellgestirnt mit Tausendschönen.
In...