Daniel von Czepko
Daniel Czepko von Reigersfeld, Federzeichnung aus der Handschrift R. 3100 der Stadtbibliothek Breslau
Daniel Czepko von Reigersfeld (* 23. September 1605 in Koischwitz, Herzogtum Liegnitz; † 8. September 1660 in Wohlau, Herzogtum Wohlau) war ein deutscher Dichter und Dramatiker.
Poems (48)
-
1. Das Härteste, das Hertzlichste
Wann unsre Hertzen ich mir bilde, Göttin, ein: / Ist deines und zugleich auch meines wie ein Stein. … -
10. Liebe eher ohne Liebe, als ohne Genuß
Da Mast und Seegel hin nach Lust und Kurtzweil drehn: / Geh ihnen fleissig nach, sie sind zum ersten scheu, … -
10. Ober einem Pistol Schuß Verschonen heisset Straffen
Göttin ist das Recht gethan / Weil ich auf und nieder gehe, … -
10. Wol bedacht, erhält die Schlacht
Wie Apollo seinen Strahl / Läst zu uns hernieder gehen, … -
11. An eine Kette und Armband Wer frey ist, ist am minsten frey
Warum schleust du den Hals und deine weisse Hand / An diese goldne Kett', an dieses goldne Band? … -
11. Biß voller Betrug wieder ein Geschlechte, das gleicher Art ist
Und der Verstellung Schein nihm um dich, wo du bist; / Wird dir ie was vergunt, ein ander ist wie du; … -
12. Im Mittel das Beste
Nymphe, weil ich werffe mich, / Dir gebückter vor die Füsse: … -
12. Laß ab, ehe du gezwungen
Kriegest du gleich den Korb, verbleibst du unbetrübt. / Doch komm ihr selbst zuvor: Bring einen andern hin, … -
13. Aus wiedrigem größere Vereinigung
Voll Feuer ist mein Sinn, mein Augen kalt wie Fluth. / Das macht, daß seinen Sitz der Gott der süssen Schmertzen … -
13. Liebe niemahls recht
Nihm sie zun Augen ein, laß sie am Hertzen stehn, / Wann du vertreulich bist, ist es mit dir gethan, … -
14. Der Liebe Azoth
Göttin, du bist Stall und Stein, / Sol ich meine Lieb und Pein … -
15. Haus Diebe, Haus Verräther
Druckt es an Mund, und warff dadurch der Augen Paar: / Nicht Haar, vielmehr ein Netz: in dem ich mich verfitzt, … -
16. Alles auf Eines
So viel Wellen in der See: / Wan die Fluth steigt in die Höh, … -
17. Von seinem Feuer. Das Leben komt vom Tode
Wann durch der Flammen Krafft der Phoenix sich gebiert, / Sehn wir, daß die Geburt von seinem Sterben rührt. … -
18. Ohne Nachtheil
Weil die Angel offen stunden, / Hab ich mich zu euch gefunden: … -
19. Kein Rath ohne Liebe
Wann ich nicht bey dir bin, lieg ich in solcher Noth, / Als einer, welcher stirbt und ringet mit dem Tod: … -
2. Angst und Hohn der Liebe Lohn
Nihm die Rose von den Dörnern, / Zeige dann den Frühling an: … -
2. Biß auf den Mund
Alles, was ich seh an dir, / Deiner Stellung, Wonn und Zier: … -
2. Trachte nach Ergetzung, und verlaß alle Melancholey
Weil Ihnen unbewust, wie wol sie sind geliebt. / Dann lencke du dein Schiff vom Trauer Felsen fort … -
20. Vergessenheit. Des Liebhabers beste Tugend
Dir geschrieben, dir gesungen, / Muß ich doch geseegnen dich, … -
3. Der Liebe Taback Liebe treugt, Rauch verfleugt
Der es nicht sieht, ist blind. / Ihr Kram ist nichts, als Rauch, … -
3. Kleider Sprache
Wie daß die Göttin ihr die Farbe hat erkiest, / In die das schöne Reich der Lufft gekleidet ist. … -
3. Verlaß sie, iedoch ohne Loszehlung
Fang unterweilen an umb andere zu seyn: / Durch Eyfer wächset Gunst. Es brent nach unserm Wahn … -
4. Ie heimlicher, ie inbrünstiger
Deine Hand wie Marmorstein / Fügst du ja der meinen ein: … -
4. Schwere mit doppelter Meinung
Wenn es zum schweren kommt, so trenne Hertz und Mund, / An Worten, aber nicht am Halten liegt dein Bund. … -
4. Was treibt, das bleibt
Durch fliehn entflieh ich nicht, / Wann ich durch Wind und Wellen … -
5. An die Augen der Gegen über stehenden Göttin Allezeit lichte bey dieser Sonnen
Ihr schönen Augen ihr durch euern Glantz und Schein, / Schaut ihr mich gnädig an, seh ich den Himmel offen, … -
5. Gieb niemals dein Vornehmen in den Tag
Schreib, es erschrickt kein Brief; was man nicht sagen wil / Erlangt darunter offt ein auserkiestes Ziel. … -
5. Je härter Band, je freyer Stand
Hätten Angel Würme nicht, / Kein Fisch würde darnach schnappen: … -
6. Erdencke allerhand Schein Gunst zu haben
Erdencke, was du kanst, und mache dich beliebt, / Dis, was ihr wol gefällt, dis ist, was sie dir giebt: … -
6. Hertze, der beste Spiegel
Weil ihr vor dem Spiegel steht, / Und mit ihm zu Rathe geht, … -
6. Überall durch Zufall
Kein Gastgebot, kein Spiel, / Kein Tantzen und kein Wincken, … -
7. Biß so beständig, als Sie
Das Mägdlein sey dir Wind, und du ihr Wetterhahn, / Wo sie sich wendet hin, da suche gleiche Bahn. … -
7. Der Sonnen und Augen Vergleichung Wie der Sinn, so die Sache
Die Sonne brennt die Welt, dein Augen kühlen nicht; / Die Sonn ist hoch und groß, dein Augen sind erhaben; … -
7. Wer fragt, verjagt
Ach Mägdlein, deine Zier / Sieht wie ein Blümlein für, … -
8. Der beste im Hause der Wirth Auff einen Handschuch
Herberg einer schönen Hand, / Zarter Finger Wohn Gebaüde, … -
8. Der Wahn zündt an
Mein Feuer kömmt aus dir, / Und bist Eyß gegen mir: … -
8. Trachte so viel nach Furcht, als nach Liebe
Thut dieser recht und wol, darauf sein Vortheil sieht: / Auch hinter schlechter Gunst (du must sie baß erhöhn) … -
9. Dis was man liebt, sich selten giebt
Die mich fleucht, die such ich, / Ich lobe, was mir fluchet, … -
9. Eine Schnure Schmeltz Glaß Überall seh ich meinen Fall
Du Schmeltz Glas schwartz als Pech, das du umkettelt hast / Die Lilgen weisse Hand, und zehnmal umgefast: … -
9. Liebe so viel, als zu hoffen
Um Lieb ist lauter Lust, umb Hoffnung lauter Pein. / Wer weiter hofft, als ihm die Liebe weist und giebt, … -
Andere Rolle Verliebeter Gedancken oder Wurm unterschiedener Vorbildungen
Fraülein Rößle / gebohrne Fraülein … -
Ausgewählte Gedichte Jugendgedichte
Bin ich doch auch verletzt biß in des Hertzens Grund. / 2. Unschuldig hab ich viel gelitten, … -
Ein Degen
Ein Cavalier trägt sein Gewehr. / 2. Das Hertz und Schwerd der Cavalier, … -
Erste Rolle verliebter Gedancken oder Feuers aus der Aschen
Fraülein Barbara Dorothea / gebohrne Fraülein von Czigan … -
Gesetze der Liebe
So liebe, lob und ehr in allem sie allein. / Die Liebe jagt, das Lob verfolgt, die Ehre fängt, … -
Vergebene Liebes Wünsche
Und wolte nur allein auf deinen Lippen gehn. / 2. Wenn ich dein Hertze hätt, und meines du hergegen, … -
Über einen Ring
Der Adel ist das Gold, die Tugend ist der Stein. / 2. Durch Feuer wird ein Ring und Schlagen, …