Daniel von Czepko
1605–1660
Daniel Czepko von Reigersfeld (* 23. September 1605 in Koischwitz, Herzogtum Liegnitz; † 8. September 1660 in Wohlau, Herzogtum Wohlau) war ein deutscher Dichter und Dramatiker.
Best-known poems
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2. Angst und Hohn der Liebe Lohn
Nihm die Rose von den Dörnern,
Zeige dann den Frühling an:
Nihm die Aehren mit den Körnern, …
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# 41
- 1. Das Härteste, das HertzlichsteWann unsre Hertzen ich mir bilde, Göttin, ein:
- 10. Liebe eher ohne Liebe, als ohne GenußDa Mast und Seegel hin nach Lust und Kurtzweil drehn:
- 10. Ober einem Pistol Schuß Verschonen heisset StraffenGöttin ist das Recht gethan
- 10. Wol bedacht, erhält die SchlachtWie Apollo seinen Strahl
- 11. An eine Kette und Armband Wer frey ist, ist am minsten freyWarum schleust du den Hals und deine weisse Hand
- 11. Biß voller Betrug wieder ein Geschlechte, das gleicher Art istUnd der Verstellung Schein nihm um dich, wo du bist;
- 12. Im Mittel das BesteNymphe, weil ich werffe mich,
- 12. Laß ab, ehe du gezwungenKriegest du gleich den Korb, verbleibst du unbetrübt.
- 13. Aus wiedrigem größere VereinigungVoll Feuer ist mein Sinn, mein Augen kalt wie Fluth.
- 13. Liebe niemahls rechtNihm sie zun Augen ein, laß sie am Hertzen stehn,
- 14. Der Liebe AzothGöttin, du bist Stall und Stein,
- 15. Haus Diebe, Haus VerrätherDruckt es an Mund, und warff dadurch der Augen Paar:
- 16. Alles auf EinesSo viel Wellen in der See:
- 17. Von seinem Feuer. Das Leben komt vom TodeWann durch der Flammen Krafft der Phoenix sich gebiert,
- 18. Ohne NachtheilWeil die Angel offen stunden,
- 19. Kein Rath ohne LiebeWann ich nicht bey dir bin, lieg ich in solcher Noth,
- 2. Angst und Hohn der Liebe LohnNihm die Rose von den Dörnern,
- 2. Biß auf den MundAlles, was ich seh an dir,
- 2. Trachte nach Ergetzung, und verlaß alle MelancholeyWeil Ihnen unbewust, wie wol sie sind geliebt.
- 20. Vergessenheit. Des Liebhabers beste TugendDir geschrieben, dir gesungen,
- 3. Der Liebe Taback Liebe treugt, Rauch verfleugtDer es nicht sieht, ist blind.
- 3. Kleider SpracheWie daß die Göttin ihr die Farbe hat erkiest,
- 3. Verlaß sie, iedoch ohne LoszehlungFang unterweilen an umb andere zu seyn:
- 4. Ie heimlicher, ie inbrünstigerDeine Hand wie Marmorstein
- 4. Schwere mit doppelter MeinungWenn es zum schweren kommt, so trenne Hertz und Mund,
- 4. Was treibt, das bleibtDurch fliehn entflieh ich nicht,
- 5. An die Augen der Gegen über stehenden Göttin Allezeit lichte bey dieser SonnenIhr schönen Augen ihr durch euern Glantz und Schein,
- 5. Gieb niemals dein Vornehmen in den TagSchreib, es erschrickt kein Brief; was man nicht sagen wil
- 5. Je härter Band, je freyer StandHätten Angel Würme nicht,
- 6. Erdencke allerhand Schein Gunst zu habenErdencke, was du kanst, und mache dich beliebt,
- 6. Hertze, der beste SpiegelWeil ihr vor dem Spiegel steht,
- 6. Überall durch ZufallKein Gastgebot, kein Spiel,
- 7. Biß so beständig, als SieDas Mägdlein sey dir Wind, und du ihr Wetterhahn,
- 7. Der Sonnen und Augen Vergleichung Wie der Sinn, so die SacheDie Sonne brennt die Welt, dein Augen kühlen nicht;
- 7. Wer fragt, verjagtAch Mägdlein, deine Zier
- 8. Der beste im Hause der Wirth Auff einen HandschuchHerberg einer schönen Hand,
- 8. Der Wahn zündt anMein Feuer kömmt aus dir,
- 8. Trachte so viel nach Furcht, als nach LiebeThut dieser recht und wol, darauf sein Vortheil sieht:
- 9. Dis was man liebt, sich selten giebtDie mich fleucht, die such ich,
- 9. Eine Schnure Schmeltz Glaß Überall seh ich meinen FallDu Schmeltz Glas schwartz als Pech, das du umkettelt hast
- 9. Liebe so viel, als zu hoffenUm Lieb ist lauter Lust, umb Hoffnung lauter Pein.