Über einen Ring

by Daniel von Czepko

Der Adel ist das Gold, die Tugend ist der Stein. 2. Durch Feuer wird ein Ring und Schlagen, Die LiebesPflicht durch Pein und Plagen. 3. Durchsichtig der Rubin, beständig ist das Gold, Mein Sinn trifft einem zu, dem andern meine Hold. 4. Wie wol läst dieser Ring auf einen Kuß sich ziehn, Wo deine Lippen Gold, sind meine der Rubin. 5. Wie aus dem Golde wirfft der Demant seinen Schein, So brennt aus meinem Sinn und Hertze Liebes Pein. 6. Ists möglich, daß ein Stein ohn Leben Kan von sich solche Strahlen geben. (S. 421) _____

More poems by Daniel von Czepko

All poems by Daniel von Czepko →