• [50] ÜBER MEINEN GESTRIGEN TRAUM

    Wie kam ich gerade auf ein Gestirn?
    Du sagst: Ich stöhnte träumend ganz laut.
    Vielleicht steigt die Phantasie ins Hirn,
    Wenn der Magen verdaut.

    5 Man...

  • [68] Der Traum der Magd

    Am Morgen spricht die Magd ganz wild:
    Ich hab heut Nacht ein Kind gestillt –

    ein Kind mit einem Käs als Kopf –
    und einem Horn am Hinterschopf!

    5 Das Horn, o denkt euch, war aus Salz...

  • [30] EIN TRAUM VON GROSSER MAGIE

    Viel königlicher als ein Perlenband
    Und kühn wie junges Meer im Morgenduft,
    So war ein großer Traum – wie ich ihn fand.

    Durch offene Glastüren ging die Luft...

  • [54] Im Traum.

    So oft, so oft im Traum der Nacht
    Bin wieder ich im Kohlenschacht,
    Und mühe mich und scharre dort
    Wie sonst in Dunst und Qualm vor Ort –
    5 Doch wie ich scharr’ auch...

  • Stunden gibt es, wo
    mich der eigne Schritt
    übereilt und nimmt
    meine Seele mit.

    5 Könnt’ ich halten sie,
    würd’ ich selig sein.
    Ach, zuweilen glänzt
    in den Tag der Schein.

    Weiß dann, wie es war,
    10 seh’ ein lichtes Land,
    eh’ ich in die Zeit
    wurde umgewandt.

    Staunend stand ich da
    und ein Bergbach rinnt...

  • [21]
    TRAUM DES BÖSEN
    Verhallend eines Gongs braungoldne Klänge —
    Ein Liebender erwacht in schwarzen Zimmern
    Die Wang’ an Flammen, die im Fenster flimmern.
    Am Strome blitzen Segel, Masten, Stränge.

    ...
  • Und wieder mir träumte, ich wäre geflogen,
    und diesesmal war es doch sicherlich wahr,
    denn ich hatte so leicht wie die Luft ja gewogen
    und hatte die Knie an den Körper gezogen,
    5 und es ging wie im Flug, im beherztesten Bogen
    hoch über der schwergewichtigen Schar,
    es war keine Täuschung, ich war nicht betrogen,
    es flogen die Stunden, die Tage,...

  • Ich hin der Wind, der deine Stirne kühlt,
    Ich bin die Welle, die dich lind umspült,
    Ich bin der Morgen, der dir Rosen bringt,
    Ich bin der Vogel, der in Schlaf dich singt.

    Ich bin dein Leid, dein Glück, dein Weib, dein Kind,
    Ich bin, was dir Millionen sonst nicht sind,
    Kraft deiner Arbeit, deiner Muße...

  • Es sind in mir noch die blauen Augen
    Und lassen mich nicht ruhn, was ich auch treibe.
    Sie scheinen mir mein Leben aufzusaugen,
    Dass nicht ein Schritt, kein Atemzug mehr bleibe,

    Ganz wie der Tod, heimlich und unbeirrt,
    Und wenn sich meine Widerstände mindern,
    Dann werden sich wohl auch die Schmerzen...

  • Und immer, wenn der Tag die Erde ließ,
    Erstand ein Bild den überwachen Sinnen:
    Ein trautes Nest. Ihm schien's ein Paradies,
    Die Herzgeliebte schaltete darinnen;
    Und kam er heim, dann schlang sie Arme weiß
    Um den Ersehnten, küßt' ihn stark im Dunkeln.
    Er flüsterte: "Was ist Dein Mund so heiß ..."
    Sie gab...