• [139] IMMER WIEDER FASCHING

    Wenn der Fasching kommt, wird viel verboten.
    Aber manches wird auch andrerseits erlaubt.
    Dann wird nicht nur Dienstboten,
    Nein auch Fürstenhäusern entstammten
    5...

  •  
    Immer steh ich am Fenster,
    die Schwalben ziehn.

    Ich seh nicht, die mich liebhaben,
    ich seh immer nur Ihn.

    Oh, meine arme Seele,
    wohin sollen wir fliehn!

    Ich möchte gut bleiben, lieber Gott.
    ...

  • Ich sehe immer deine Augenbogen
    Und deine Augen, blau bis auf den Grund.
    Ein Nachen bin ich nur auf diesen Wogen,
    In Licht gebadet ist das ganze Rund,

    Die dunklen Glocken tönen aus der Tiefe
    Fast freudig Harmonieen ohne Weh.
    Und einen Augenblick gibt es, als liefe
    Der Sonne Lächeln über...

  • Seit wann du mein - ich weiß es nicht;
    was weiß das Herz von Zeit und Raum!
    Mir ist, als wärs seit gestern erst,
    daß du erfülltest meinen Traum,

    mir ist, als wärs seit immer schon,
    so eigen bist du mir vertraut:
    so ewig lange schon mein Weib,
    so immer wieder meine Braut.

    aus: Richard...

  • Armes Herz du, immer wieder
    jubelst du die Sehnsuchtslieder
    deiner Liebe laut empor . .
    armes Herz, und immer wieder
    steht du vor verschlossenem Tor!

    Aber . . lass es dich nicht grämen,
    lass dir, was du glaubst, nicht nehmen,
    und...

  • Sprich nicht immer
    Von dem laub ·
    Windes raub ·
    Vom zerschellen
    Reifer quitten ·
    Von den tritten
    Der vernichter
    Spät im jahr.
    Von dem zittern
    Der libellen
    In gewittern
    Und der lichter
    Deren flimmer
    Wandelbar....

  • Die Tage gehen weiter ihren Gang,
    Ich lebe weiter. - Meine Seele rang
    Seit Monden nun, daß sie dem Glück entsage. -
    Doch wie sie kämpfte, wie sie grausam litt,
    Noch immer heimlich ging die Hoffnung mit,
    Durch all' die bangen, stummen Sehnsuchtstage. (S. 93)...

  • Nicht immer, wenn dein heiliger Name
    von fremden Lippen fällt, ist eine Schale
    so wie mein Herz bereit ihn aufzufangen.
    Auf Straßen liegt er achtlos übergangen.
    Oft las ich ihn wie eine wundersame
    Bergblüte auf im dunsterfüllten Tale.

    Und meine Tränen lösten ihn vom Staube.
    Ich flüchtete wie...

  •   Ich weiß, du bist dir immer gleich geblieben,
    Hast nicht für mich mehr als du kannst getan;
    Auf jener Stufe hielt dein Wille an,
    Die er von Anbeginn sich vorgeschrieben.

    Doch ich, von Sehnsucht aus mir fortgetrieben,
    Nach dir streckt' ich mich aus; mit will'ger...

  •   Nun will ein Zweifel immer wiederkehren,
    Mit bittrem Argwohn mir das Herz umnachten:
    Wenn jene Blicke, die mich glücklich machten,
    Weil sie mir heilig schienen, Lügen wären -?

    Wenn ihre Huldigung, statt mich zu ehren,
    Mißbrauchte Sprache war, der Unbedachten,...