• Viel Thiere, die dem starken Auge trauen,
         Sind nur zu beugen von der Sonne Blicke,
         Doch andre treibt ihr goldner Strahl zurücke,
         Die erst sich zeigen bey des Abends Grauen.

    5 Noch andre zieht ein thörichtes Vertrauen
         Ins Feuer, wähnend, daß sein Glanz beglücke,
         Und erst versengt sehn sie, wie er berücke —
         Ach! in...

  • XVII. (17)

    1. Kundschaft mit dir, ich begeren bin,
    thets nur dir gefallen
    Trew lieb und dienst, ich dir versprich,
    las dir das nit mißfallen.
    Mein hertz sagt mir, alles guts von dir,
    heimlich zu allen zeiten,
    wolt gerne sein, bey dir allein,
    möcht ich der zeit erbeiten....

  •    
    Danke, danke, süße Feder!
    Liebchen ist es, die dich schnitte,
    Solche Huld geschieht nicht jeder,
    Denn sie hat nach Kindersitte
    Dich mit ihrem Mund benetzet,
    Ihre süße linde Lippe,
    Die noch nie ein Kind verletzet,
    Küßte lindernd deine...

  • Wann durch der Flammen Krafft der Phoenix sich gebiert,
    Sehn wir, daß die Geburt von seinem Sterben rührt.
    Aus seinem Grabe kan sich seine Wieg erheben,
    Aus seiner Asche springt und bricht hervor das Leben.
    So sterb und leb ich auch. Es machen mich, o Noth,
    Dein Augen lebendig, mein liebes Feuer todt. (S. 351)...

  • 17.

    17.
    Wie lieb ich das: auf sanft erhöhtem Sessel
    In jenem seltsamen Gemach zu ruhn,
    Die Hände lieblich in den Schoß zu tun
    Und nichts zu schaun, als deines Auges Fessel;

    Als dieses heißbelebten Auges Fragen,
    Das pantherwild in meiner Seele wühlt,
    Doch jede Wunde, die es rot geschlagen,...

  • 17.

    17.
    Selbstlose Liebe
    Wohl dünkt mich's leicht, allmächtig zu erglühen,
    Wenn dich dein Lieb mit Inbrunst hält umschlungen,
    Wenn sie dich herzt, von eigner Gluth durchdrungen,
    Und dunkle Augen feur'ge Blitze sprühen....

  • 1.
    Ich geh herumb umb meine Pleisse/
    Und spiele mir
    Ein Lied mit einer Trauer-weise
    Alleine für.
    Weicht von mir weg/ ihr Elstelinnen/
    Und laßt mich da
    Zu guter letzt doch noch besinnen...

  • 17.

    Der Jüngling.

    Sieh, es erscheint der Liebe Gestirn, und freundliche Weste
    Wiegen mit duftigem Hauch leise das Dunkel einher.
    Hörst du den Nachtigallengesang? Komm, Liebchen, und schlüpfe
    Leise die Stiegen herab in des...

  • 1822

    Seine Hoffnung und sein Sehnen
    Ist's, was an der Liebsten Fest
    Unter Seufzern, unter Thränen,
    Jünglings Leier tönen läßt.
    Wer in seines Weibes Arme,
    Zwischen Kinderwiegen, ruht,
    Wie kann...

  • 17

    El toro sabe al fin de la corrida,
    donde prueba su chorro repentino,
    que el sabor de la muerte es el de un vino
    que el equilibrio impide de la vida.

    Respira corazones por la herida
    desde un gigante corazón vecino,
    y su vasto poder de piedra y pino
    cesa debilitado en la caída.

    Y como el toro tú, mi sangre astada,
    que el...