Mia Holm
1845–1912
Poems (34)
1900s 34
- Am FensterSteh am Fenster, starr der Sonne,
- DämmerstundeSüsse, zaubersel'ge Dämmerstunde!
- Deine AugenDich verliess ich, dich verstiess ich,
- DeingedenkenDeine lieben klaren Augen
- Dich in ihnenIch liebe die Wasser mit stürzendem Fall,
- Die LawineAllgewaltig, allzermalmend
- Die LiebeDie Liebe willst du finden?
- Draussen und drinnenDraussen dunkle Kälte, Sturmes-Tosen,
- Einst und jetztWie eine losgerissne Ranke
- EndlichTräumerisch ergossen
- GaselAuf deiner Lippe sprosst der erste Flaum,
- Gedenkst du noch?Gedenkst du noch der funkelnden
- GespensterDraussen lockt der Sonne Schimmer,
- GespensterreigenVerwelkt der Kranz, verblichen,
- Halte stillHalte still, Geliebter, still,
- HinwegWie lange Kerkerhaft ist Gram,
- Ich danke dirDu hast in Jammer mich geführt,
- Ich hasse die SterneIch hasse die Sterne, sie leuchten,
- Ihr beideDer Mond ist blass und du bist bleich,
- In schimmernder NachtDie Flügel
- KommKomm zum Walde! Falter wiegen
- LeidensglückSeh sie glücklich und geliebt,
- LiebeshassWeiss nicht, ist es Liebe, Hass,
- MaienmorgenDer Maienmorgen schimmerte,
- Nicht Liebe ist'sNicht Liebe ist's, doch was es ist,
- Nur einen BlickGlückseligkeit, wann endlich schau ich dich,
- SchlafwandelndAuf Traumeshöhen wandelte
- Stehe still, du süsse NachtLieblich warst du schon am Morgen
- Tanne steht voll SinnenSilberweide lacht,
- Tote SinneKam der erste Schmerz des Lebens,
- TotenklageDas war der Tod, mit scharfem Schnitte
- Wie ein SpiegelWie ein Spiegel, rein und glänzend,
- WiedersehnWie war, da wir zuerst uns trafen,
- ZweieinigNun Dunkel rings und Schweigen,