Nur einen Blick

by Mia Holm

Glückseligkeit, wann endlich schau ich dich,
Glückseligkeit, wann kommst du über mich?
Ich will ja schwelgen nicht in deinen Armen
Und nicht am Herzen selig dir erwarmen,
Nicht wild berauschen soll mich deine Wonne,
Nicht heiss durchglühen deine Strahlensonne,
Dein Morgenrot nur soll durchs Herz mir ziehn
Wie lichter Traum und wie ein Traum auch fliehn,
Nur süss und leise soll dein Hauch mich streifen
Wie Duft der Blumen im Vorüberschweifen,
Zu schaun verlang ich niemals ohne Hülle
Dein Angesicht in seiner Götterfülle.
Aus deinem sel'gen Auge einen Blick,
Und ruhig trag ich weiter mein Geschick. (S. 108-109)

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