Glück

by Alfred Walter Heymel (1878–1914) · 1895 German

Fackelglanz und Zimbelschlag.
Laue Nacht auf schwülen Tag.

Jauchzen, Jagen, hui vorbei
bunter Liebesraserei.

Liebesgöttchen, süße Schar,
wehend aus dem langen Haar.

Küßt ihr rosenschöner Mund
mir die jungen Lippen wund.

Wie ich alles träumend schau,
neigt sich mir die schöne Frau.

Bin umströmt von weicher Flut,
bin umflackt von wilder Glut.

Gierig junger Küsse Tausch,
grausam junger Wollust Rausch.

Weiter fliegt die Raserei -
Glück rollt kugelschnell vorbei. (S. 87)

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