Love Poems – Page 2920
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Sonett CXLII.
Lieb’ ist mein Fehl, dein Haß ist Tugendsinn, / Haß meiner Sünd’, gehegt in sünd’ger Lieb’; / Doch stellst mein Thun du neben deines hin, … -
Sonett CXLIII.
Wie eine Hausfrau sorglich eilt, zu fangen / Ein Federvieh, das fort ihr ist gerannt, / Ihr Kind hinsetzt, um hurtig zu erlangen … -
Sonett CXLIV.
Zwei Wesen sind’s, voll Trost und Zweifels Bann, / Die, Geistern gleich, mich führen durch die Welt, / Der beßre Engel ist ein schöner Mann, … -
Sonett CXLIX.
Kannst, grausam, sagen du, ich lieb’ dich nicht, / Da deine Seit’ ich nehme gegen mich? / Denk’ ich nicht dein, wenn gegen mich die Pflicht … -
Sonett CXLV.
Dem Mund, auf dem die Liebe blühte, / Entfloh das bittre Wort: „ich hasse“, / Zu mir, der schmachtend nach ihr glühte. … -
Sonett CXLVI.
Des sünd’gen Leibes Mittelpunct, o Seele, / Genarrt durch deiner trotz’gen Diener Pracht, / Wie duldest du’s, daß dir die Nahrung fehle, … -
Sonett CXLVII.
Mein Lieben gleicht dem Fieber, strebend immer / Nach dem, was Stoff der Krankheit muß verleih’n; / Es lebt von dem, was macht die Krankheit schlimmer, … -
Sonett CXLVIII.
Weh’, welch’ ein Aug’ hat Liebe mir verlieh’n, / Dem, was die Andern schau’n, so kann entgeh’n? / Wenn recht sie seh’n, wo floh mein Urtheil hin, … -
Sonett CXV.
Es lügt das Wort, das einst ich dir geschrieben: / „Nie könnte heißer meine Liebe sein!“ / Ich wüßte nicht, welch Grund mir sei verblieben, … -
Sonett CXVI.
Laß nicht, wo treue Seelen sich verbunden, / Einspruch gescheh’n. Nicht Liebe wird genannt, / Was wechselt, gleich wie Wechsel es gefunden, …
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