Wünsche

by Klabund (1890–1928) · 1913 German

Wenn du des Nachts die große Stadt durchstreifst,
Und deine Wünsche in den Ampeln hängen,
Versuche, daß den Willen du begreifst,
Aus dem sie ins erhaben Dunkle drängen.
Sie flüchten früh vor ihrer Blondheit Glanz,
Aus der sie gerne Mörderstricke flöchten.
Ihr Dasein ist auf Strahlenschuhn ein Tanz –
Sie bringen Leben, wo sie sterben möchten.

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