Trauer und Sehnsucht

by Otto Heinrich Graf von Loeben

Der vergangnen Tage sinnen
Ist der Trost getrennter Herzen,
Machet selbst der Trennung Schmerzen
Linder, und die Zeit verrinnen.
Ach! man lernt das Glück erst kennen,
Wenn Erinnrung uns ergreift,
Ungelabt die Lippen brennen,
Ungestillt der Busen schweift:
Doch der Sehnsucht süßes Sinnen
Wird zum Flügel an dem Herzen,
Daß wir mit der Ferne scherzen,
Daß wir Zauberkraft gewinnen. (S. 44-45)
_____

More poems by Otto Heinrich Graf von Loeben

All poems by Otto Heinrich Graf von Loeben →