103.

German

103.
Dem Wandrer, den auf einer eil'gen Reise
Ein schnellentstandner Wasserstrom verhindert,
Bleibt sichre Hoffnung, daß er sich vermindert,
Geduld, bis er zurük in seine Gleise.

Der Schiffer feiert an des Flusses Eise,
Des Frühjahrs harrend, wo der Frost gelindert;
Ein Alter der noch gern mit Tulpen kindert,
Fühlt, welcher Keim in seinen Zwiebeln kreise.

Mich hat von meiner Heimat, die so glühend,
Ein Strom unsel'ger Thränen abgeschnitten,
Der nie verläuft und keine Brüke leidet.

Wo wär' ein Schiff, das jenen Raum durchschneidet
Von mir zu ihr? - und wo, auf welche Bitten
Belebt ein Gärtner, was nur einmal blühend?

HTML Title: 

103.

Year Written: 
1905
Year Rounded: 
1 800
Poem StrLen Difference: 
57

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Strebt' ich auch, was mich umflicht,
Aus der Seele wegzudrängen;
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(Triolett)

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Galt es mir, das süße Blicken?
Einem sprach es von Gefahr,
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Galt es mir,...

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(Fleming)

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