So reich!
by Otto Ludwig (1813–1865) · 1891 German
Wie ruht sichs doch an deiner Brust
So weich, so weich, so weich;
Zu zählen all die Götterlust
Zu reich, zu reich, zu reich!
Und daß ich weiß, du liebst nur mich
In all der Welt so weit,
Wie himmlisch, himmlisch ruht es sich
In solcher Sicherheit.
Wie ist die Lieb ein süßes Gift
Und Arznei zugleich:
Sie macht so arm ihn, den sie trifft,
Und doch so reich, so reich.
Und alles, alles, was du hast,
Dein ganzes, ganzes Sein,
Das halt ich reicher Mann umfaßt,
Ein süßes, seligs Mein. (S. 88-89)
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