• [49] ZWISCHEN LIPP UND KELCHESRAND

    Ein weibliches Rekördchen
    Hatte sich besoffen,
    Mußte mal aufs Örtchen.
    Als es wieder rauskam,
    5 War’s schon übertroffen.

  • [95] Zwischen den Schlachten

    Leidige Politika!
    Clementine, süßer Fetzen!
    Laß mich mich an dir ergetzen –
    Bin so wild, seit ich dich sah,
    5 Venus Amathusia!

    Mädchen mit dem kleinen Ohr,...

  • [11] Zwischen meinen Wänden

    Ich danke dir: Ich bin ein Kind geblieben,
    Ward äußerlich auch meine Schwarte rauh.

    Zu viele Sachen weiß ich zu genau
    Und lernte mehr und mehr die Wände lieben....

  • Frühling, oh du süßer Junge!

    Deine Beine sind so zärtlich
    Schlank und deine schmalen Lippen
    Feucht.

    Wie du schreitest! Wie die Locken fliegen
    Und das blaue Band im blonden Haare!
    Wie es duftet, wo dein Mantel wehte!

    Frühling, süßer, fastbenedeiter
    Sieger...

  • Schau' mich niemals mehr so an,
    Denn ich kann es nicht ertragen!
    Fremde Augen sahn mich an,
    Als du deine aufgeschlagen.

    Wie Gefangne gramerfüllt
    Sich an blinde Scheiben drücken,
    Stand ein Fremdes schwarzverhüllt
    Hager hinter deinen Blicken.

    Alles, was ich fühl' und...

  •  
    . . . Wenn Sichel und Sense durch das Korn rauschen.
    Jenes leise Dengeln am Abend . . scharf, hart, und doch,
    ich weiß nicht: müde, wie Reue, wie heimliches Weinen! . .
    und ein Paar Schnitterinnen, auf dem Heimweg,
    ...

  • So zwischen Heidelbeeren, breiten Farren
    Zu schlendern – mal ein Büschlein leergepflückt -
    Mitunter hört man einen Wagen knarren,
    Der langsam durch den Hohlweg näher rückt …

    Ein heller Ruf, daß wir einander harren!
    Du bist noch tief aufs Beerenfeld gebückt,
    Ich lasse meinen Blick ins Blaue starren....

  • Zwischen vielen Einsamkeiten
    geht mein Leben seinen Weg.
    Scheinst Du neben mir zu schreiten,
    ist die Welt ein Blumensteg.
    Aber warst Du mir entschwunden,
    grüßte nur von fern Dein Brief,
    konnte jeder Stein verwunden,
    wenn ich durch die Straßen lief,
    war mir auch das Heimatliche
    ...

  •  
    Es windet zwischen Hügeln
    Ein enges Thal sich fort,
    Es schwebt mit müden Flügeln
    Ein Vöglein überort.

    Es tönt sein leises Singen
    Trüb übers Bächlein drin,
    Das hüpft mit Silberklingen
    Durch Rain und Stein dahin.
    ...

  • Wo du auch wandelst, ach! an seiner gold'nen Kette
    Folgt dir mein ganzes Herz voll Huldigungen nach!
    Als ob mein Wesen sich in dein's verflochten hätte,
    So denk' ich dein, den langen Tag;

    So denk' ich dein im Schoß der mohnberaubten Nächte,
    Und drückt der Schlaf einmal mein müdes Auge zu,
    Auch dann bist...