Otto Erich Hartleben
Otto Erich Hartleben (* 3. Juni 1864 in Clausthal; † 11. Februar 1905 in Salò am Gardasee) war ein deutscher Schriftsteller. Zu Lebzeiten besonders als Dramatiker ungeheuer populär, kursierten zahlreiche Anekdoten um seine Person. Sein zunächst dem Naturalismus verpflichtetes Oeuvre ist überschaubar; es wurde postum in drei Bänden veröffentlicht.
Otto Erich Hartleben im Jahre 1901; die Fotografie nimmt das bekannte Behrens-Porträt auf, das die Publikationen bei S. Fischer schmückte Familiengrab Pallat, Göttingen, um 1985 aufgenommen mit der mittlerweile verschwundenen OEH-UrnePoems (25)
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Das war der Duft, der deinem Haar entströmt
Das war der Duft, der deinem Haar entströmt, / der mich umhüllt gleich einer Zauberwolke! … -
Die Fremde
Der düstre Hauch, der deine Stirn umweht, / der stille Zug, der um Erbarmen fleht, … -
Die Geburt der Sterne
Weisst du, mein Lieb, wann jedesmal am Firmament ein Licht, / ein Stern entsteht? Du thöricht Kind, nicht wahr, das weisst du nicht. … -
Ein Erinnerungsblatt
Das war der erste Lenztag dieses Jahrs! / Der Schnee zerschmolz, die Sonne leuchtete … -
Frauenliebe
Ihres Leibes Wunderschaft / hat so völlig ihn verschnüret, … -
In stiller Sommerluft
Das grüne Gold der Blätter, das die Sonne malt - / ich seh es noch, wie's dir vom weissen Kleide blitzt, … -
Liebesfeier
Siehst du die Perlen springen im krystallnen Glase, / silbern und weiss? - O küsse mich, du Geliebte! … -
Prosa der Liebe
1. / Ehmals glaubt ich im Rausch mich flammender Liebe ergeben, … -
Wir hattens einst so gut verstanden, / zu küssen uns zu rechter Stund, …
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Dich sah mein Auge in der Abendröthe! -
Dich sah mein Auge in der Abendröthe! - / Um deine Locken flimmerte das Gold, … -
Die du so fern bist in der grossen Stadt
Die du so fern bist in der grossen Stadt, / Ich grüsse dich, die mein vergessen hat. … -
Die Stätte, wo ein Glück zerfiel
Die Stätte, wo ein Glück zerfiel, / bleibt ohne Frucht für alle Zeiten. … -
Heut ist ein Festtag
Heut ist ein Festtag, / Ellen, ein Freudentag! … -
Ich dachte, wie so weit und schön die Welt
Ich dachte, wie so weit und schön die Welt, / so tausendfach von Licht und Glück erhellt. … -
Ich gehe hin, wo still und einsam
Ich gehe hin, wo still und einsam / ich deiner nur gedenken kann, … -
Im Arm der Liebe schliefen wir selig ein.
Im Arm der Liebe schliefen wir selig ein. / Am offnen Fenster lauschte der Sommerwind, … -
Mein armer Kopf lag still in deinem Schooss
Mein armer Kopf lag still in deinem Schooss / und dachte - dachte bis er müde wurde. … -
Nur eine Monatsrose war die Liebe
Nur eine Monatsrose war die Liebe, / die deine Wangen färbte. - Ihr Verblühn … -
Oftmals, wenn ich gewahrte, wie tief und wie treu du mich liebtest
Oftmals, wenn ich gewahrte, wie tief und wie treu du mich liebtest, / sind mir die Worte entflohn: Ach ich verdiene das nicht. … -
Sprödes, knospenkeusches Mädchen
Sprödes, knospenkeusches Mädchen, / könnt ich einmal noch dich küssen … -
»Wie kommts, dass wenn der Mund auch schweigt
»Wie kommts, dass wenn der Mund auch schweigt, / das Herz nur um so lauter spricht - … -
Als Knabe hab ich dich geliebt
Als Knabe hab ich dich geliebt / und du, ein süsses Kind, auch mich: … -
Anstimmen wollt ich ehmals ehernen Rufes Ton
Anstimmen wollt ich ehmals ehernen Rufes Ton, / singen das hohe Lied des Hasses meiner Zeit. … -
Die Liebe hab ich je und je gesucht
Die Liebe hab ich je und je gesucht, / in der ich ruhen darf und mich verlieren … -
O dass ich dich noch lieben kann
O dass ich dich noch lieben kann, / macht mir das Herz so froh, so weit! …