Die du so fern bist in der grossen Stadt
by Otto Erich Hartleben (1864–1905) · 1905 German
Ich grüsse dich, die mein vergessen hat.
Einst hast du meiner Tag und Nacht gedacht,
Stunden des Glücks mit mir verbracht, verlacht.
Froh unter Scherzen schlossen wir den Bund -
funkelt dein Auge noch, und lacht dein Mund? (S. 92)
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Wir hattens einst so gut verstanden,
zu küssen uns zu rechter Stund,
eh wir es selber ganz empfanden, …
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Als Knabe hab ich dich geliebt
und du, ein süsses Kind, auch mich:
wenn es auf Erden Reines giebt, …
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Anstimmen wollt ich ehmals ehernen Rufes Ton,
singen das hohe Lied des Hasses meiner Zeit.
Doch wem der Blitz, das Rollen des Donners nicht …
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Die Liebe hab ich je und je gesucht,
in der ich ruhen darf und mich verlieren
und wähnen, niemals mehr allein zu sein. …
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