46.
Nun dünkt mich jeder Frühlingstag ein Alp,
Der schwer und saugend mir am Herzen liegt /
Nun ists, als ob ein grauser Traum mich wiegt:
Die Himmel sprühn / ich stehe außerhalb.
Zu zwei und zwei ist alles süß gebettet,
Wie Beer bei Beere hängt, so Lust bei Lust,
Und seligstes Gesetz erfüllt bewußt
Die Kreatur, die Glut in Glut verkettet.
Und du so fern! Und nah die Frühlingstage,
So unerhörter Süßigkeiten voll /
Wie schwer ich diesen Nektarbecher trage,
Den ich nur halten, doch nicht trinken soll!