44.
Ich fühle oft, wenn ich im Schwarm der Gäste
Bedächtig durch beglänzte Säle schreite,
So wilden Wunsch nach Taten, Schrei und Weite
Und daß ich einmal diesem Zwang entgleite
Und all der Heuchelei so hohler Feste.
Dann ist es still in mir wie vor Gewittern,
Die, eh sie schön und dröhnend niedergehen,
So stumm und schwarz wie Totenwachen stehen, /
Wer aber kann die schrillen Blitze sehen,
Die tief in dunklen Wolkenschichten zittern!
Und heiter lächelnd trag ich meine Bürde
Den andern nach und scheine stillzufrieden,
Mein Sehnen aber tanzt auf Pyramiden,
Auf hohlen Menschenschädelpyramiden,
Sich frei von Lug und List und Zwang und Würde.