14.
Das Franziskanerkloster in Fiesole
Schmucklos bescheidne, wehrhaft starke Mauern,
Auf Hügelgipfel lieblich hingestellt,
Behüten sorgsam eine heilige Welt
Vor dreistem Blick von lästigen Beschauern,
Vor Lust und Lärm und Schreck und Schrei und Trauern.
Hier wirken Kunst und Andacht frohgesellt,
Von reinsten Himmeln gnadenvoll erhellt,
In denen niemals Finsternisse kauern.
Wer hier als Bruder eingeht, ist erlesen,
Wie selbst ein Tempel, ragend dazustehn.
Sein Blick wird Höhen nur und Hoheit sehn
Und der Natur geheimste Runen lesen.
Er, der vordem verweht wie Staub gewesen,
Wird wirkend nun durch Ewigkeiten gehn.