Wer mag in diesen schönen Tagen Im dumpfen Zimmer sitzen bleiben? Drum sollst du auch, mein Herz, nicht klagen, Wenn dir die Liebste nicht will schreiben.
Sie wandert durch die grünen Fluren Und freut sich mit geheimen Beben Der tausend abertausend Spuren Von sel'gem Füreinanderleben;
Und sieht die nahe Zukunft offen Vor ihrem klaren Auge liegen, Und läßt, beseelt von stillem Hoffen, Viel tausend Grüße nach dir fliegen.
Drum auf! Hinaus! Aus jedem Liede Will dir ein Gruß entgegenklingen, Und jedes Blatt und jede Blüthe Will dir ein Wort der Liebsten bringen. (S. 24)