Heimkehr

by Bruno Ertler (1889–1927) · 1919 German

Und als ich wiederkam, da war es Nacht,
dein Fenster dunkel — und der Regen fiel,
ein Windhauch flüsterte im schweren Laub,
das zart erwachen wollte, als ich schied. —

Und du bist fort. —

Ich geh' die Treppe, die ich einst mit dir
so oft gegangen, nun allein; ich steh'
allein am Fenster, das uns oft zu zweit,
wenn Regen in den Blüten war, umrahmt.

Ich denke viel daran, wie's damals war
und streife leise über alles hin,
was dich berührte und was du berührt:
Das Tuch aus gelber Seide — unsre Bilder,
die blaue Vase mit den welken Blumen — —

Ganz leise sprech' ich dann ein liebes Wort,
das wir einander da und dort gesagt —
und steh und horche still und bin allein —

Und bin allein. — (S. 37)
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