Gertrud Kolmar
Berliner Gedenktafel für Gertrud Kolmar in Berlin-Westend
Stolperstein am Haus Münchener Straße 18a, in Berlin-Schöneberg
Gertrud Kolmar (Pseudonym für Gertrud Käthe Chodziesner, * 10. Dezember 1894 in Berlin; † vermutlich Anfang März 1943 in Auschwitz) war eine deutsche Lyrikerin und Schriftstellerin.
Poems (14)
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Der Engel im Walde
Gib mir deine Hand, die liebe Hand, und komm mit mir; / Denn wir wollen hinweggehen von den Menschen. … -
Der Seegeist
Die Glashaut meiner Lider / Verwirft die Nacht, verwirft das Licht; … -
Der Wal
K. J. gewidmet / Du. Dich wollt ich vom Himmel mir krallen, … -
Die Liebliche
Milchigweiße Ferne! / Myrtengrüne Zeit! … -
Einsamer Tanz
Meine Füße tauchen in den Teppich, gaukeln auf dem bunten Meere, / Klappernd um die Knöchel hüpft grüner Kugelketten Zier. … -
Fischkönig
An K. J. / Wo sind Namen, die ich gewußt? … -
Fruchtlos
Die Frauen des Westens tragen den Schleier nicht. / Die Frauen des Ostens legen ihn ab. … -
Liebende
Ihre Leiber standen in den Abendschatten licht, / Schmal und hoch, von schimmerloser Bleiche : … -
Nächte
Deine Hände keimen in Finsternissen, / Und ich seh nicht, wie sie blühn, … -
Travemünde
Über uns Abend: schwaches Rosenflehn. / Unter uns Sand. Tote Muscheln. Tang. … -
Verwandlungen
Ich will die Nacht um mich ziehn als ein warmes Tuch / Mit ihrem weißen Stern, mit ihrem grauen Fluch, … -
Wacht
Lied, das im Schlummer des geliebten Mannes tönt! / Wenn alles eingesammelt, Ruf, Gespräch und Glossen … -
Westindien
Die Welt ist braune und weiße Erde; / Komm, wir teilen die Welt! … -
Wunschlied
Du solltest zu mir kommen in der langen Nacht. / Sie hätt aus Silberseide dir ein Bett gemacht. …