Einst

by Ada Christen

[5]  Einst. Ach wie war es leer und schaurig, Als ich einst die Straßen zog, Lebensmüde, sterbenstraurig, Still mich in Dein Fenster bog.

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Als ich dann mit dumpfem Weinen

Auf der Schwelle niedersank, Von den eis’gen Marmorsteinen Glühend heiße Tropfen trank. Bangte Dir, daß sie mich fänden? –

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Doch Du hast mich nicht geschaut –

Denn es ward von Priesterhänden, Fern, ein Weib Dir angetraut.

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