Einst
[5] Einst. Ach wie war es leer und schaurig, Als ich einst die Straßen zog, Lebensmüde, sterbenstraurig, Still mich in Dein Fenster bog.
5
Als ich dann mit dumpfem Weinen
Auf der Schwelle niedersank, Von den eis’gen Marmorsteinen Glühend heiße Tropfen trank. Bangte Dir, daß sie mich fänden? –
10
Doch Du hast mich nicht geschaut –
Denn es ward von Priesterhänden, Fern, ein Weib Dir angetraut.