Allein!
[55] Allein! Einsam stand ich auf den Bergen, Wo der Falke kreischend flog, über schneebedecktem Gipfel Seine stillen Kreise zog.
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Einsam lag ich auf der Haide
Wenn die Sonne untersank, Und der dürre glüh’nde Boden Gierig feuchte Nebel trank. Einsam saß ich oft am Meere,
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Dessen alter Klaggesang
Bald wild-zornig, bald süß-traurig, Bald wie dumpfes Schluchzen klang. Einsam irrt ich durch die Wälder, Nur die Eul’ am Felsenriff
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War mein krächzender Gefährte
Und der Wind, der wimmernd pfiff. [56] Einsam litt ich – aber tröstend War die hehre Einsamkeit – Nicht allein trug ich mein Elend,
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Die Natur verstand mein Leid!
Doch allein – so ganz alleine – Abgrundtief von Euch entfernt, Fand ich mich in Euren Sälen – Als ich Euch versteh’n gelernt!