Abendbild

by Ada Christen

[50]  Abendbild. Grau der Himmel, grau die Erde, Grau das weite dürre Land, Sonn’verbrannte nied’re Sträucher, Schwarzer Sumpf und heißer Sand;

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Doch schon weben in der Ferne

Abendnebel, dünn’ und leicht, Ihre grauen feuchten Schleier Und die träge Stille weicht. Denn ein mildes kühles Lüftchen,

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Wie der reine Athemzug

Eines schlafumfang’nen Kindes, Hemmt der Vögel matten Flug. Aus den Büschen, still sich regend, Ein geheimes Flüstern bricht,

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Leise klagt’s im Sumpf und silbern

Spiegelt sich das Mondenlicht. –

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