Der klei’ Gaunshiat
[87] Der klei’ Gaunshiat. Am Bächle leit a grüanar Roi’, Und dea’ haunt älli Burger gmoi’, S geit niamad Pfacht und niamad Zeins, Dô hüatat s Büabli seini Gäuns.
Des ischt em grad koi’ häti[1] Buaß. A mengas, wo wia des so klei’, Muaß Hennahiat und Kindsmagd sei’. Und s Hennahüata ischt a Schand,
Au s Kindumtraga, denk nu’ dra’, Stôht so ma’ Buscht doch gwiß it a’, Wo Hosa wia die Graußi trait Und dea’ ma’n au schau’ schwöra hait[2]
Und hofreacht[3] bis uff hundert zällt. [88] As ischt noh um a Jährli z thant, Nôch nimmt as s Loitsoil au in d Hand Und schüttlat hott[4] und zuicht gauh’[5] wischt[6]
Des Büable hüatat zwôr nu’ Gäuns, Doch hôts a Stölzle schau’, a kleins, S trait s Käpple uffam reachta’n Auhr Und blôsat Ländler uffam Rauhr.
– Unds däaff, denn d Wealt ischt wieder nui, Dô, s Thal mit seini Früahlingssträuß Und s Dörfle dött vom Bluascht so weiß! Du bischt noh glückle, Bua, und frei,
Was diar der Moanzi[7] eaba bring, Des kümmrat di koin Pfifferling. O Büable mit der Schweabalpfeif[8], Du woischt noit, daß a gotzger[9] Reif
Blôs zua, blôs zua, fang vonna a’!