An Daphnen

by Daniel Schiebeler

Daß manch entferntes Land mich kenne,
Und daß man meinen Namen nenne,
Wenn man von grossen Dichtern spricht,
Den Ruhm, o Daphne, wünsch' ich nicht.

Daß ich, wenn ich im Schoos der Erde
Längst Asche bin, gepriesen werde,
Vom lauten, lärmenden Gerücht,
Den Ruhm, o Daphne, wünsch' ich nicht.

Ich lache der Unsterblichkeiten,
Wenn nur ein Laut von meinen Saiten,
O schöne Daphne, dir gefällt;
Du bist mir eine ganze Welt! (S. 140)
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