Daheim

by Ada Christen

[4]  Daheim. In Deinem düstern Zimmer steh’ ich wieder, Vom Fenster hauchen schwül die Blumendüfte, Die Sterne schauen groß und ruhig nieder Und müde Töne zittern durch die Lüfte.

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Ach! tiefe Wehmuth folgt dem Lied dem langen,

Ich fühle klar, was einstens ich nicht kannte, Als schweigend hier mit demuthsvollem Bangen Ich harrte Dein – der mich in’s Leben sandte. Mich dünket, wieder müßt’ ich Dich gewahren

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An diesem Ort, wo Du so viel verschuldet,

Als bräche heiß hervor nach dürren Jahren In Thränen hier – was draußen ich erduldet.

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