Ich stieg auf einen fels, die Liebe stieg mir nach: Ich sprung in eine bach, so schwam sie mir entgegen. Ich lief und floh vor ihr aus äusersten vermögen, Sie aber folgte mir durch alles ungemach. Ich suchte zwar nächsthin in angelegnen hecken, Wo dicke finsterniߑ und grause tieffen sind, Vor ihren augen mich auf ewig zu verstecken; Lernt‘ aber überall: Die Liebe sey nicht blind. (Theil 5 S. 558)
Bringt mich dein süßer blick, o Flavia! ums leben,
Was würde nicht ein kuß von deinem munde thun?
Doch schweig, du tummer mund, und laß den kummer ruhn! …