3.

by Adolf Böttger (1815–1870) · 1846 German

Ob Alles todt - Du lebst ja noch mein Leben,
Die schönsten Rosen blühn Dir auf den Wangen,
Die, wenn sie auch ein Nebel hielt umfangen,
Doch blendend noch als weiße würden beben.

Die blonden Locken ranken sich wie Reben,
Daran so manche Blicke schon gehangen,
Und manche Herzen schon ins Netz gegangen,
Die nur zu rasch sich ganz Dir hingegeben.

Mich aber hat der Augen Glanz getroffen,
Die blauen Flammen, die aus ihnen schießen,
Sie lassen nur sich todtzuschauen hoffen.

Ja müßten selbst die Augen einst sich schließen,
Ich säh' sie dann noch lebensfrisch und offen
Als blaue Veilchen aus dem Grabe sprießen. (S. 41)
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  • 11.

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  • 13.

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  • 16.

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  • 4.

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