11.

by Adolf Böttger (1815–1870) · 1846 German

Es flammen hell im Saal die Girandolen,
Musik durchströmt den Raum mit süßen Tönen;
Begeistert lauscht die Reihe junger Schönen,
Ein bunter Flor von Tulpen und Violen.

Der Blick des Jünglings schweift indeß verstohlen
Auf diesen Blumen, die das Leben krönen,
Sein Innres möchte mit der Flöte stöhnen,
Verhaucht ihr Ton in leisen Lebewohlen.

Wohl mag ich gern den holden Klängen lauschen,
Die sich gestalten in so schöner Runde,
Doch mit noch süßern wüßt' ich sie zu tauschen:

Ach! nur ein Wort aus Deinem lieben Munde,
Und all' die Töne müßten hier verrauschen,
Das ist Musik, von der ich ganz gesunde. (S. 49)
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  • 4.

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