„Y–a! Y–a!“

by Marie Eugenie Delle Grazie

[25]  2. „Y–a! Y–a!“ „Maledetto – Willst du endlich?“ doch er steht, Trotzig weit die Beine spreizend, Hoch die Nüstern aufgebläht.

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Schläge? Pah! sein täglich Futter –

Kaum noch fühlt sie Fleisch und Haut; Aber eine Meinung hat er, Und die sagt er Allen laut! Boshaft lacht das graue Auge,

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Höhnisch zuckt das schiefe Maul –

Wund der Rücken – doch was thut es? Ihm behagt’s und – er ist faul! Stück für Stück rollt das Gemüse Aus den Körben, die er trägt;

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Schöne Waare – soll zu Markte –

Doch wie auch der Führer schlägt, Tobt und wüthet, rast und zetert – Beppo steht, ein ganzer Held, Schwitzt und blutet, weil’s nun einmal,

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Seiner Thorheit so gefällt;

[26] Weil die besten seinen Ahnen Diesen Brauch auf ihn vererbt. Fromme Esel-Überlief’rung, Heilig, wenn auch oft gegerbt!

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Mitleidvolle Seelen aber

Sammeln sich im Kreis ringsum Und beseufzen heut’ wie immer Blödsinn als Martyrium!

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