Wiedersehn mit Schmetterlingen
Wie nach den Lebensnächten es prangt in neuen Prächten, vom Morgenthau benetzt! Was hebet aus den Grüften
auch mich zuguterletzt? Es heilt das Herz vom Hirne und kühlt die kranke Stirne am jungen Tag gesund.
und läßt die Liebe lernen auf einem grünen Grund. Der Welt war ich ein Riese. Ein Kind bin ich der Wiese.
Dort drüben hinterm Berge, dort kämpfen feige Zwerge. Ich spiele in dem Thal. Hier, fern von Trug und Tadel,
mein Muth ist Löwenzahn! [19] Die Zeit mir zu begleiten, erzählt der Bach von Zeiten, die hat die Zeit verthan.
erscheinen Schmetterlinge, o grenzenloses Glück! Auf einem Sonnenstrahle die stolzen Admirale,
War’s schwer, ihr Papilionen, auf dieser Welt zu wohnen? Verlort ihr diese Spur? Zusammen hier zu rasten,
der spielt »Nur für Natur«. Wir junggewohnten Schwärmer, wir wurden arm und ärmer in der papiernen Pein.
wo wart ihr denn geblieben, und ließet mich allein? Der Walzer ist verflossen, wir waren Zeitgenossen,
Die Zukunft ist begraben, die fressen schon die Raben. Wann werden wir uns wiedersehn?