Absage
Wo die Maschine mit dem Menschen rauft, wo Blutverlust bedeutet Geld-Erraffen, wo Hunger herrscht und Reichtum Nahrung kauft — mit solcher Menschheit hab’ ich nichts zu schaffen!
und wo die Sinne zu der Sünde finden, wo Liebe Schmach bringt und Natur entehrt — mit solcher Mannheit kann mich nichts verbinden! Wo Freigeborne jedem Schall und Schein
um als Tyrannen Sklaven noch zu sein, in solchen Reichen hab’ ich nichts verloren. Wo Druck in jeder Form die Geister lähmt und wo die Phrase sich von selbst entzündet,
in solcher Welt ist nicht mein Glück begründet. Wo fauler Zauber allen Lebens Zweck dem schnöden Mittel heimlich längst vermietet, wie sehn’ ich mich aus dieser Wohnung weg,
Wo Willkür, Wucher, Krankheit, Haß und Schmutz als die Verbündeten des Schlachtruhms schalten, da will ich kühn dem Vaterland zum Trutz mich für den allergrößten Feigling halten!
in Gift und Gas die Glorie sich erneuert, da hat sich mir das teure Vaterland, denn Krieg ist Krieg, bedeutend noch verteuert. Wo statt der Glocken die Kanonen nun
mit solchen hat der Teufel nichts zu tun, da sie auf Erden schon die Hölle schufen. Wo Ehre fällt und Schande aufwärts steigt und heute gilt, wer gestern erst gestohlen —
daß er mir könnte diese Ordnung holen! Wo sie vor jedem Sonnenuntergang durch Wort und Tat ihr Seelenheil verfluchen — mein Leben und mein weiteres Leben lang