Du hast die arme bien' ohn alles recht erdrückt, Ob gleich ihr zarter stich dein süßes fleisch verletzet. Denn als sie deinen mund, den schönen mund, erblickt, So hat sie freylich wol den stachel angesetzet; Doch sinne nur recht nach, warum sie es gethan? Sie sahe deinen mund vor frische rosen an. (Theil 5 S. 527)
Bringt mich dein süßer blick, o Flavia! ums leben,
Was würde nicht ein kuß von deinem munde thun?
Doch schweig, du tummer mund, und laß den kummer ruhn! …
Ich stieg auf einen fels, die Liebe stieg mir nach:
Ich sprung in eine bach, so schwam sie mir entgegen.
Ich lief und floh vor ihr aus äusersten vermögen, …