Verstoßung
Kamst du, eine Jägerin, Traum- und Herzensbild?
Sollt ich stehen oder fliehen, ein gescheuchtes Wild?
Sieh, ich stand und harrt auf dich, auf den Gnadenstoß.
Da ich einmal dich verließ, ward ich heimatlos.
Nun ein Traum dich zu mir trug, war ich wie zu Haus.
Ließ mich tief auf meine Knie, denn die Not war aus.
Ja, ich grüßte, Liebste, dich und dein Letzt-Gebot;
wartete auf deinen Spruch, auf den Liebestod.
Ungerührt und gradaus sahest du auf mich herab.
Immer küßt ich deine Hand, die mir Alles gab,
Glück und Rausch von Anbeginn, Sinn und Schwergewicht;
doch du wandtest dich und gingst; du erschlugst mich nicht. (S. 14)
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Sollt ich stehen oder fliehen, ein gescheuchtes Wild?
Sieh, ich stand und harrt auf dich, auf den Gnadenstoß.
Da ich einmal dich verließ, ward ich heimatlos.
Nun ein Traum dich zu mir trug, war ich wie zu Haus.
Ließ mich tief auf meine Knie, denn die Not war aus.
Ja, ich grüßte, Liebste, dich und dein Letzt-Gebot;
wartete auf deinen Spruch, auf den Liebestod.
Ungerührt und gradaus sahest du auf mich herab.
Immer küßt ich deine Hand, die mir Alles gab,
Glück und Rausch von Anbeginn, Sinn und Schwergewicht;
doch du wandtest dich und gingst; du erschlugst mich nicht. (S. 14)
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