Unter’m Schnee

by Johann Karl Wilhelm Geisheim

[261]      Unter’m Schnee. Unterm Schnee liegt öd’ und traurig, Klang- und lautlos, bang’ und schaurig, Aller Erdenschmuck versteckt Und mit ernster Nacht bedeckt.

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Unterm Schnee ruht vieles Leben,

Das, dem Jenseits hingegeben, Zur Vergangenheit erstarrt, Eines neuen Lebens harrt. Unterm Schnee liegt, warm vergraben,

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Eine Fülle schöner Gaben;

Unterm Schnee pflegt die Natur Uns der Zukunft Blumenflur. Unterm Schnee des Mißgeschickes Keimt uns so die Saat des Glückes,

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Und schon sproßt in bängster Zeit

Uns die neue Fröhlichkeit.

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