Unter dem Wasserfall
Wer vor mir ließ von diesem Wasserfall, von dieser Sonne sich begnaden! Wer vor mir stand, das Haupt im All, stolz an der Ewigkeit Gestaden!
so hoch in Gunst wie jedes Tier, und hier ist niemand außer mir, hier will ich frei von mir mich baden! Was ich mir selbst schuf, nahm mich selbst nicht auf,
und alles Leben wurde ein Ermatten, zurück in mich lief meiner Welten Lauf. Nun bin ich zu den Wundern heimgegangen und auf der Gotteswelt allein.
Wie hat die Schöpfung festlich mich empfangen! Lust ohne Leiden, Liebe ohne Last, Naturdrang ohne Scham und Schranken — ich bin an Gottes goldnem Tisch zu Gast
Weit hinter mir ist alles Weh und Wanken. Wie hat der Wasserfall Bestand! Wie segnet dieses Sonnenland vor meiner Nacht mir die Gedanken!