Tasso’s Gemach

by Marie Eugenie Delle Grazie

[35]  San Onofrio.  1. Tasso’s Gemach. Im letzten Abendschimmer, Wie kahl und öd’ dein Zimmer: Nach einem Sonnentraum Ein nackter Zellenraum!

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Dein Krucifix, das bleiche,

Die Mask’ von deiner Leiche, Der Stuhl, in dem du starbst Und endlich Ruh’ erwarbst, Sonst nichts; doch dir zu Füßen

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Mit ihren Palmengrüßen

Die Stadt der Christenheit, Die dir den Kranz geweiht! Wenn deines Weh’s Gespenster Dich hetzten, sprach dies Fenster:

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„Sieh deines Ruhmes Dom –

Jerusalem und Rom!“ Ferrara’s schnöde Bande, Dein Weh und deine Schande, Sie wurden oft zu nicht’,

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Vor dieses Trostes Licht!

In Christi Wunden tauchte Dein Lied, dein Herzblut rauchte Für ihn, drum zog er dich Vom Kreuz empor zu sich!

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