Sommerabend

by Rainer Maria Rilke

[43] SOMMERABEND Die große Sonne ist versprüht, der Sommerabend liegt im Fieber, und seine heiße Wange glüht. Jach seufzt er auf: »Ich möchte lieber …«

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Und wieder dann: »Ich bin so müd …«

[44] Die Büsche beten Litanein, Glühwürmchen hangt, das regungslose, dort wie ein ewiges Licht hinein; und eine kleine weiße Rose

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trägt einen roten Heiligenschein.

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