Abend

by Rainer Maria Rilke

[26] ABEND Der Abend naht. – Die klare Zone der Stirne schmückt ein goldner Reifen, und tausend Schattenhände greifen verstohlen nach der roten Krone.

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Die ersten, blassen Sterne liebeln

ihm zu; er steht hoch am Hradschine und schaut mit ernster Träumermiene die Türme und die grauen Giebeln.

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