• [129] NACH DER TRENNUNG. LICHTERFELDE[1]

    War so oft schon dieses Scheiden.
    „Lebewohl!“ (Auf nur vier Wochen)
    Schon gemeinsam schwer gesprochen, –
    Schwerer jedem dann...

  • [96] TRENNUNG VON EINER SÄCHSIN
                             1928

    Ich kann dir alles verzeihn.
    Aber du mußt mir die Freiheit lassen,
    Mich nicht mehr mit dir zu befassen.
    Sächsische...

  • [95]
         Trost der Trennung.
     
    Trennung[1]! Du fernst uns nicht mehr,
         Wenn dies Erdengewühl
    Uns ein hüpfendes Irrlicht ist –
         Alle Hoheit der Erde
    5 Traum des...

  • Ein Blitz wollt ich sein!
    Feuriger Weg über die Ätherferne
    Damit er mein gedenkt
    In Sternenferne.
    Blendender Weg in dein Blut hinein!
    Natur, Holdwilde!
    O leih mir deiner Kräfte Geheimnis
    Gib mir den schattenlosen Weg des Lichtes frei,
    Trag mir mein Flehen auf deiner Tonwellen
    ...

  • (M.M.)

    Es liegt in mir wie eine Wolke
    Der düstre Abend, der uns schied.
    Es stand kein Stern am grauen Himmel
    Und von den Zweigen klang kein Lied.

    Verdrossene Menschen gingen eilig
    Im feuchten...

  • Dämmerung. Frühgrau. Es tropfen die Bäume.
    Tief duftet die Welt von der Liebe der Nacht.
    Noch schaust du mir nach von der Pforte des Gartens.
    Doch da ich mich wende verschlingt dich das Grau.

    O heimliche Morgen der wahrhaft Geliebten.
    O tieferer Duft deiner Liebe in mir.
    Ich gehe dahin so leicht wie ein...

  • Als wir uns trennten, fingst du an zu weinen.
    Du süßes Mädchen! Tränen und Geleit ...
    Ich schwenkte aus dem Zuge langsam meinen
    Strohhut nach dir, die blieb, in rotem Kleid.

    Es wird schon dunkel. Dörfer, Wälder, Reise ...
    Schmerzlich und klanglos ging die Zeit vorbei.
    Liebte ich dich? Du warst mir...

  • Allein, im Kampf mit unsichtbaren Mächten,
    Erblick' ich mich. Verhaßtes Selbstgefühl!
    Ich sehe Licht in kalten Mitternächten,
    Und bin im Sturm der Elemente Spiel.

    Was ringst du, müder Geist, mit kühnem Flügel
    Nach jenen Höhen, wo die Wahrheit siegt?
    Dich hält das Schicksal unter Schloß und Riegel....

  •   Romanze

    O bleicher Jüngling im Mondenschein,
    Tief dringt mir dein Leid in das Herz hinein;
    Du leidest so viel, du leidest so sehr -
    O weine, weine...

  •  
    Trennung! Du fernst uns nicht mehr,
    Wenn dies Erdengewühl
    Uns ein hüpfendes Irrlicht ist -
    Alle Hoheit der Erde
    Traum des entfesselten Schmetterlings!

    Aus: Gedichte von Friederike Brun...