•      Wie dunkle Träume stehen
    Die Häuser in langer Reih’;
    Tief eingehüllt im Mantel
    Schreite ich schweigend vorbei.

    5      Der Thurm der Cathedrale
    Verkündet die zwölfte Stund’;
    Mit ihren Reizen und Küssen
    Erwartet mich Liebchen jetzund.

         Der Mond ist mein Begleiter,
    10 Er leuchtet mir freundlich vor;
    Da bin ich an...

  • Ihrer Haare dunkle Schlingen -
    lassen sie mich jemals frei?
    Doch es soll ihr nicht gelingen
    daß ich ganz gefangen sei.

    Liebgefesselt überwinde
    ich die mächtigste Gestalt.
    Und die Gottheit wird gelinde
    und die Liebe wird Gewalt -

    Wird Gewalt die mir sie bindet....

  • Nachtwandelnd durch die dunkle Welt der Dinge
    Bin ich verdammt, am Abgrund hinzugehn;
    Das Licht, das wecken kann, darf ich nicht sehn,
    Nicht lauschen, ob ein Ruf von aussen klinge.

    Ach unerlösbar in dem Mauerringe
    Des eignen Ichs verzaubert festgebannt,
    Streckt ich, vergessen des Geschicks, die Hand...

  •  
    Du sinkst mit bleichem Angesicht
    Geschloß'nen Aug's zurück in's Kissen,
    Die Hand nur hält mit halbem Wissen
    Die meine noch – o laß sie nicht!

    Laß uns gemeinsam, Hand in Hand
    Dem dunkeln Loos entgegen wallen,
    Dem unerbittlich wir...

  • Der Sturmwind braust über's dunkle Meer
    Und treibt seine Wogen himmelwärts
    Zu wildem Ringen, zu Kämpfen schwer -
    So ging deine Liebe durch mein Herz.

    Es rangen sich aus dem tiefsten Schooß
    Der Schlamm, die Schlacken, das Felsgestein,
    Auch viele Perlen, rein und groß,
    Gebete, Thränen und...